Aus welchem Material sollte meine Rolex-Uhr sein?  

Die Wahl des Armbandes kann durchaus darüber entscheiden, wie gefragt deine Uhr beim verkauf ist.

Für viele ist eine gelbgoldene Rolex der Inbegriff einer Rolex. Diese schreit geradezu nach Luxus und Status. Zudem ist sie ein echter Hingucker, der viele Blicke auf sich zieht. Platin und Weißgold Modelle, so wie Edelstahl Uhren, sind ebenfalls sehr schick, aber etwas subtiler. Roségold Modelle hingegen finden bei den weiblichen Rolex Trägern großen Anklang, erfreuen sich aber auch in der Männerwelt immer größerer Beliebtheit. 

Die Frage, auf welches Material man setzen soll beim Kauf einer Rolex Uhr, ist gar nicht mal so einfach zu beantworten. Denn Rolex bietet eine ganze Bandbreite an verschiedenen Legierungen an, aus welchen die Luxusuhren gefertigt werden. Doch was ist eigentlich die beste Legierung? 

Rolex bietet Uhren in verschieden Legierungen an. Diese sind: Oystersteel, Gelb- und Weigold, Everose, Platin 950 und Titan RLX. Alle Materialien sind exzellent und zeichnen sich durch ihre ganz eigenen Charakteristika aus. Die beliebteste Legierung, welche generell auch eine gute Wertentwicklung hat, ist Oystersteel.  



Diese Materialien gibt es bei Rolex

Oystersteel

Das berühmte Material Oystersteel
Quelle: Rolex

Die bekannteste Legierung von Rolex dürfte Oystersteel sein. Rolex setzt bei dieser ausschließlich auf die Legierung Edelstahl 904L, welche auch in der Chemieindustrie und in der Raumfahrt benutzt wird. Das Material hat eine silberne Farbe und ist bekannt dafür, äußerst korrosionsbeständig zu sein.  

Die Legierung ist super robust und wurde bis jetzt wohl am meisten verbaut.  

Gelbgold

Gelbgold, das Luxuriöseste der Materialien
Quelle: Rolex

Das Material Gelbgold hat eine lange Tradition bei Rolex. Gold ist ein sehr seltenes, wertvolles Edelmetall. Dabei kann man es nicht in seinem puren Zustand zu einem Gehäuse oder Armband verarbeiten, da es zu weich ist. Also wird es noch mit anderen Bestandteilen wie Kupfer und Silber gemischt, um die gewünschte Härte zu erhalten. Der Luxusuhrenhersteller aus Genf benutz ausschließlich 18 karätiges Gold, welches etwa 75% der Legierung ausmacht.  


Der Grand Prix der Armbanduhren, die Tag Heuer Monaco

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Weissgold

Weissgold ist ein Material, die oft mit Rhodium gepaart wird
Quelle: Rolex

Auch das Material Weißgold wird mit anderen Materialen vermischt, um es als Endprodukt verarbeiten zu können. So beinhaltet Weißgold oft Rhodium. Dieses macht die Legierung noch härter.  

Everose

Everose Gold ist ein sehr beliebtes Material
Quelle: Rolex

Rolex hat seine eigene Roségold Legierung entwickelt. Die hauseigene Kreation nennt sich Everose, ist mit seinen warmen rosa-orange Tönen unverwechselbar und nur exklusiv von Rolex erhältlich. Roségold entsteht dadurch, dass man dem Goldgemisch einen höheren Kupferanteil hinzufügt.  


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Rolesor

Rolesor ist eine Kombination aus Edelstahl und Gold
Quelle: Rolex

Rolex bietet auch eine Kombination aus Edelstahl und Gold an, welche sich Rolesor nennt. Diese Zusammensetzung dürfte für diejenigen etwas sein, die sich nicht zwischen Gold und Edelstahl entscheiden können.  

Platin

Platin ist dreissigmal seltener als Gold
Quelle: Rolex

Platin ist das wohl bemerkenswerteste Material, welches Rolex verbaut.  Es ist ein extrem dichtes Edelmetall und dreißigmal seltener als Gold. Zudem macht die enorme Härte das Material äußerst robust und korrosionsbeständig. Rolex verwendet ausschließlich die Legierung Platin 950. Dabei besteht diese Legierung zu 95 Prozent aus reinem Platin und zu fünf Prozent aus Ruthenium. Letzteres macht die Legierung noch etwas härter und sorgt für einen extra Glanz.  


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Titan

Titan ist ein sehr dankbares Material zur Herstellung von Rolex uhren
Quelle: Rolex

Titan RLX ist eine neue Legierung, die Rolex erst vor kurzem eingeführt hat. Titan ist besonders leicht und gleichzeitig sehr stabil. Es ist dichter als Aluminium und leichter als Stahl. Das bedeutet, dass da Material extrem robust und korrosionsbeständig ist.  

Rolex musste über Jahre hinweg an der Titan Legierung tüfteln, um letztendlich Wege zu finden, wie sich Titan so verarbeiten lässt, dass es den hohen Standards von Rolex gerecht wird.  

Mittlerweile gibt es eine Sea-Dweller Deepsea Challenge aus Titan RLX. Zudem wurde eine Yachtmaster 42 aus der neuartigen Legierung dieses Jahr vorgestellt.  

Welches Material ist am langlebigsten? – Kratzfestigkeit

Am langlebigsten ist zweifelsohne das Material Platin, dicht gefolgt von Titan.  

Platin ist so hart, dass es sehr schwer ist, dieses Material zu zerkratzen oder zu verformen. Zudem kann es nicht rosten und ist äußerst korrosionsbeständig. Wer vor hat, seine Rolex über Generationen hinweg zu einem Familienerbstück zu machen, der sollte auf die Platin Day-Date setzten.  

Auch Titan ist enorm hart. Dieses glänzt aber vor allem durch seine Leichtigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Deshalb wurde diese Legierung bis jetzt auch nur bei Uhren angewendet, die mit dem Meer und dem Salzwasser in Verbindung stehen.  

Dennoch sind die anderen Materialien ebenfalls extrem langlebig und robust. Man kann ebenfalls Uhren aus Edelstahl oder Gold über Jahrzehnte hinweg tragen, ohne dass diese ihre Farbe oder Schönheit verlieren. 


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Welches Material ist am besten für die Wertsteigerung?

Welches Material am besten für die Wertentwicklung ist, ist schwer festzustellen. Denn es lässt sich so pauschal gar nicht sagen, welche eine Legierung die größte Preissteigerung hat oder haben wird.  

Viele Uhren sind nämlich nur in ein oder zwei bestimmten Legierungen erhältlich. So kann man die Day-Date beispielsweise nur in Gelb- Weiß- und Roségold sowie in Platin erwerben. Die Rolex Yachtmaster gibt es exklusiv in der einzigartigen Kombination aus Edelstahl und Platin. Die Legierung Titan kommt bis jetzt nur bei zwei Modellen zum Einsatz. 

Wie man sieht, gibt es eine ganze Bandbreite von verschiedenen Modellen, die in bestimmten Legierungen erhältlich sind. Viele der genannten Modelle haben in der Vergangenheit eine bemerkenswerte Wertentwicklung hingelegt.  

Wobei man sagen könnte, um die Frage nach dem Material mit der besten Wertentwicklung wage zu beantworten, dass die Edelstahlmodelle doch am beliebtesten sind und damit tendenziell eine bessere Wertentwicklung hinlegen.

  

Auch das Gehäuse wird gereinigt und geschliffen
Quelle: Rolex

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Preisunterschiede der Materialien

Doch auch preislich unterscheiden sich die verschiedenen Materialien von Rolex. Die günstigste Legierung ist Oystersteel. Es liegt auf der Hand, dass eine Legierung, die zwar die Attribute eines Edelmetalls hat, dennoch keines ist, günstiger als Gold oder Platin sein muss.  

Um einiges teurer sind verständlicherweise die Materialien Gelb- Weiß- und Roségold, da Gold nun mal zu den seltensten Edelmetallen der Welt gehört. Dies macht sich auch bei den Listenpreisen bemerkbar. Denn diese sind bei Gold Modellen wesentlich höher als bei Edelstahlausführungen des gleichen Modells. 

Die teuerste Legierung ist allerdings Platin 950. Platin ist nicht nur dreißigmal seltener als Gold, es ist auch aufgrund seiner enormen Härte extrem schwer zu verarbeiten, was zu einem sehr hohen Preis führt. So ist die teuerste Rolex zum Listenpreis eine Platin Day-Date für etwa 105.000 Euro.  

Fazit – alle Legierungen haben ihre eigene Klasse

Rolex bietet eine bunte Vielfalt an verschiedenen Materialien an. Vom populären Oytsersteel über die Goldmodelle bis hin zur seltenen Platinlegierung und dem einzigartigen Titan RLX dürfte für jeden etwas dabei sein.  

Wenn man auf die Wertentwicklung schaut, bietet es sich tendenziell an, auf die Edelstahlmodelle zu setzen. Doch auch Gold oder Platin Modelle sind ebenfalls enorm beliebt und haben bereits enorme Wertanstiege verzeichnen können.  

Letztendlich hängt die Wahl der Legierung immer von den persönlichen Vorlieben ab. Wie korrosionsbeständig soll die Legierung sein?  

Wenn man weiß, dass seine Uhr mit viel Salzwasser in Verbindung kommen wird, bietet es sich an, Titan oder Edelstahl auszuwählen.  

Wenn man weiß, dass man seine Uhr über einen sehr langen Zeitraum tragen will oder sogar mit dem Gedanken spielt, sie an nachfolgende Generationen weiterzugeben, dann ist womöglich das langlebige Platin die richtige Wahl.  

Quelle Titelbild: Rolex


Über den Autor

Autor bei Gentleman-watches

Alexander Weinberger

Für mich ist das Faszinierendste an Uhren das Zusammenspiel aus präzisem Handwerk und künstlerischer Entfaltung. Hunderte kleine Teile müssen bei einem Uhrwerk exakt so zusammengesetzt werden, dass sie ein großes Ganzes ergeben.


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