Rolex vs. Audemars Piguet – wer hat die besseren Uhren? 

Welcher Schweizer Uhrenhersteller produziert die besseren Uhren?

Die Schweiz ist für viele Dinge sehr bekannt, wie zum Beispiel für ihre politische Neutralität und die direkte Demokratie, für den Schweizer Franken sowie Schokolade und insbesondere auch für exzellente Uhrmacherkunst.  

So ist kein anderes Land die Heimat von so vielen Luxusuhrenmarken wie die vergleichsweise doch sehr kleine Schweiz.  

Zwei der populärsten Marken schauen wir uns heute im Vergleich an.  

Rolex ist die wohl bekannteste Luxusuhrenmarke weltweit. Audemars Piguet ist ebenfalls sehr beliebt.  

Doch welche Marke schneidet im direkten Vergleich besser ab? 

Sowohl Rolex als auch Audemars Piguet spielen in der Spitzenklasse der Uhrmacherei. Während Rolex eher kommerziell erfolgreich ist, spricht AP eine kleinere Zielgruppe an. Denn Audemars produziert weniger, hat wesentlich höhere Preise und produziert kompliziertere Kaliber.  

Das ist nicht der Vergleich nach dem du gesucht hast? Dann musst du dir den Artikel „Rolex vs… die grossen Vergleiche“ anschauen.


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Die Geschichte der beiden Marken  


Die Geschichte von Rolex sowie die von Audemars Piguet sind beide geprägt durch eine weit zurückreichende und bemerkenswerte Historie.

Dabei reichen die Wurzeln der Geschichte von Audemars sogar noch weiter in die Vergangenheit zurück als die von Rolex.  

Denn AP wurde bereits 1875 von Jules-Louis Audemars und Edward-Auguste Piguet gegründet. Die beiden hatten die Vision, sehr raffinierte Uhren zu entwerfen, welche es so zuvor noch nie gegeben hatte. So stellte die Marke beispielsweise schon im 19. Jahrhundert die erste Armbanduhr mit Tourbillon vor.  


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Über die Jahrzehnte etablierte sich die Marke immer mehr und wurde vor allem unter den Kennern äußerst beliebt. Insbesondere die Royal Oak,  welche in den 1970er Jahren erschienen ist, wurde besonders populär und zum Aushängeschild der Marke.  

Rolex wurde 1905 von Hans Wilsdorf gegründet. Dabei war es seine Vision, eine schicke und dennoch sportliche Armbanduhr zu etablieren und das in einer Zeit, in der Taschenuhren die Vorherrschaft genossen. So stellte die Marke mit der goldenen Krone 1926 die erste wasserdichte Armbanduhr vor, welche am Handgelenk einer Schwimmerin durch den Ärmelkanal bewegt wurde. 

Rolex Uhren hatten in den folgenden Jahren in Filmen oder sportlichen Extremsituationen immer wieder historische Momente zu verzeichnen, in denen sich die Exzellenz der Armbanduhren unter Beweis stellte. Dies verleiht der Marke unter anderem heute ihr Standing. 

Gleichzeitig entwickelt sich die Marke auch stets weiter, sodass stets neue Innovationen in der Uhrmacherkunst hervorgebracht wurden.  

Die beiden Werdegänge der Marken sind sehr bemerkenswert. Nicht viele Uhrenhersteller können mit deren Geschichten mithalten. Die Historie von AP ist zwar etwas länger, doch die von Rolex dürfte wohl die heutige Existenz und der Hype um die Armbanduhren stärker geprägt haben


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Modelle und Design  

Beide Luxusuhrenhersteller verfügen über einen breiten Produktkatalog. Doch diese präsentieren sich etwas anders. Während Audemars Piguet ihr Flaggschiff die Royal Oak in vielen verschiedenen Variationen anbietet, hat Rolex mit der Oyster Serie eine ganze Bandbreite an verschiedenen Silhouetten, die alle ihre eigenen Konfigurationen und Komplikationen haben.  

Dabei verfügen beide Marken über ihre Eigenheiten und Wiedererkennungsmerkmale.  

Die Uhren von Rolex fallen oftmals durch ihre Runde Lünette und das Rolex-typische Gehäuse sowie dem Oyster Band oder dem Zyklopauge auf.  

Quelle: Rolex

Die Royal Oak ist für ihre achteckige markante Lünette bekannt, welche mit Schrauben in das Gehäuse verankert ist.  

Die Royal Oak ist die berühmteste Uhr von AP hier in Gold mit einem Lederband
Quelle: Pexels

Beide Firmen haben also ihre Alleinstellungsmerkmale. Doch das Design von AP ist unverwechselbar und sehr außergewöhnlich, was sie noch individueller Macht als die Uhren von Rolex.  


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Darüber hinaus bietet AP auch noch diverse weitere Modelle wie z.B. Dress Watches an.  

Man kann also sagen, dass das Design der Royal Oak ein größeres Alleinstellungsmerkmal als die Uhren von Rolex hat. Allerdings verfügt Rolex über mehr bekannte Modelle. 

Wir persönlich sind große Fans des Designs von Rolex. Wir empfinden es als universell einsetzbar und schlicht und ergreifend als gut gelungen.  

Doch uns spricht ebenfalls das Design der Royal Oak sehr an. Dieses bringt ein Gefühl der Einzigartigkeit mit sich, welches man bei keiner anderen Uhr in dieser Weise bekommt. Viele haben sich bei diesem Design inspiriert, beispielsweise die Big Bang von Hublot. Eine andere Uhr, die einem dabei in den Sinn kommen könnte ist die Nautilus von Patek Philippe. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Kopie, sondern sie stammt schlicht vom selben Designer, Gerald Genta.


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Technik und Qualität  

Die beiden Uhrenmarken sind Meister ihres Faches und Pioniere größter Uhrmacherkunst.  

Dabei unterscheiden sich die Manufaktur Häuser hauptsächlich darin, dass Rolex sich hauptsächlich auf die Präzision sowie die Belastbarkeit der Mechanischen Uhrwerke konzentriert, während sich AP eher der künstlerischen Seite der Uhrmacherei widmet.  

Wenn man die Kaliber der beiden Marken vergleicht, fallen doch massive Unterschiede auf.  

Audemars konzentriert sich darauf, jede Einzelheit künstlerisch zu perfektionieren.  

Ein Rolex Kaliber ist ein hochqualitatives Produkt von raffinierter Mechanik. Sie funktionieren perfekt und einwandfrei. Ihnen fehlt aber die extra Spielerei, künstlerische Motive sozusagen, die es nicht bräuchte, welche aber schön anzusehen sind.  

Eine Rolex hat spezielle Zertifikate
Quelle: Rolex

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So ist es kein Zufall, dass es bei Rolex bis auf die neue 1908 und der neuen Daytona, fast keine durchsichtigen Gehäuseboden gab. Währenddessen war es bei AP schon seit vielen Jahren gang und gäbe ist, die Uhrwerke durch Glasböden in ihrer solchen Form zu präsentieren.  

Letztlich lässt sich sagen, dass Rolex die unempfindlicheren, präziseren Kaliber baut, welchen man im täglichen Gebrauch einiges zumuten kann. AP hingegen fertigt die komplizierteren Werke mit mehr Finesse und größerer Detailverliebtheit, was großartige Komplikationen ermöglicht.  


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Produktion und Stückzahlen  

Die Marke Audemars Piguet produziert jährlich schätzungsweise 45.000 Armbanduhren und setzte damit 2021 circa 1,6 Milliarden Dollar um. Dies ist eine beträchtliche Summe, wenn man die geringe Anzahl der produzierten Armbanduhren in Betracht zieht. 

Eine Luxusuhr von Audemars Piguet in edelstahl
Quelle: Pexels

Rolex produziert mit circa eine Millionen Uhren ungefähr die zwanzigfache Menge und setzt damit circa. 13 Milliarden Dollar um.  

Wenn man sich die beiden Firmen im Vergleich ansieht, fällt auf, dass AP einen sehr hohen Umsatz in Relation zur geringen Produktionsmenge verzeichnet. Und anhand dessen macht sich auch bemerkbar, dass die Marke ihre Uhren zu sehr hohen Stückpreisen verkauft. 

Die Produktion von Rolex mit über einer Millionen Uhren wirkt im Vergleich zu der von AP mit 45.000 wirklich riesig. So lässt die kleinere Produktionsmenge von Audemars die Marke etwas exklusiver und reservierter erscheinen. 

Rolex ist einer der besten Uhrenhersteller der Schweiz, das ist der Hauptsitz in Genf
Quelle: Rolex

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Preise und Wertentwicklung  

Wo wir gerade beim Thema Preise waren, wagen wir nun mal einen Blick auf diese. 

Da ist die Antwort klar und deutlich. Die Preise von AP sind wesentlich höher als die Preise der Rolex Uhren. Die Marke mit der goldenen Krone hat viel geringere Einstiegspreise als Audemars.  

Natürlich macht das AP in gewisser Weise zu einer prestigeträchtigen Uhrenmarke.   

Wenn wir nun einen Blick aber auf die durchschnittlichen Wiederverkaufspreise wagen, fällt schnell auf, dass Rolex die höchsten durchschnittlichen Wiederverkaufspreise auf dem Zweitmarkt von allen Schweizer Uhrenmarken hat.  

Das liegt vor allem daran, dass die Marke Rolex in den letzten Jahren so gehypt wurde wie noch nie. Gleichzeitig war das Angebot nicht groß genug, um diese Nachfrage zu deckeln.  

Doch auch die Uhren von AP halten ihren Wert und werden oftmals über Liste gehandelt. Insbesondere die Royal Oak hat in den letzten Jahren sehr gut performt.  

Während die gewöhnliche Royal Oak in Stahl noch vor sechs bis sieben Jahren unter Liste gehandelt wurde, geht sie heute gut und gerne mal für das Doppelte über den Ladentisch. Dennoch können die Uhren von AP in der Gesamtheit nicht mit der Wertentwicklung von Rolex Uhren mithalten.  


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Markenimage und Außenwahrnehmung 

Eine der wohl größten Unterschiede dürfte das Markenimage und die Außenwahrnehmung der beiden Unternehmen sein.  

Rolex ist die bekannteste Luxusuhrenmarke der Welt. Audemars Piguet hingegen ist nicht so ein Allerweltsname. Was wir damit meinen, ist, dass jeder etwas mit dem Namen Rolex anfangen kann, aber man schon etwas näher mit der Uhrenszene vertraut sein muss, um die Marke AP zu kennen. So werden Laien eine Audemars niemals als ein ebenbürtiges Pendant zur Rolex wahrnehmen.  

Das Besondere bei AP ist, dass die Uhrenmarke ein gewisses Understatement mit sich bringt, sodass man mit der Marke eher Kenner als Laien anspricht.  

Das Markenimage von der der goldenen Krone ist eben viel lauter. Denn wer eine Rolex trägt, fällt nicht selten direkt mit der Tür ins Haus.  

Es lässt sich also sagen, das Markenimage von Audemars Piguet etwas subtiler ist, während Rolex eher laut und auffällig ist. Natürlich hängt das auch vom Modell ab.  

Eine silberne Rolex Explorer wird sicherlich weniger Blicke auf sich ziehen als eine voll mit Diamanten besetzte Audemars Piguet Royal Oak.

Die Royal Oak ist eine wunderschöne Uhr, hier mit Diamanten besetzt.
Quelle: Unsplash

Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, was besser zu einem passt.  

Wir persönlich empfinden das subtile Understatement von AP als etwas angenehmer. Wir schätzen aber gleichzeitig auch den Kultstatus von Rolex sehr, den sich die Marke über viele Jahre hinweg aufbauen konnte. 


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Fazit  

Rolex und AP gehören zu den großartigsten Uhrenmarken der Welt. Die beiden unterscheiden sich und zeichnen sich durch ihre ganz eigenen Tugenden und Merkmale aus.  

So sind Rolex Uhren bei der breiten Masse beliebter, sie halten ihren Wert besser, sie sind sehr widerstandsfähig und haben ein überaus ansprechendes Design.  

Audemars Piguet hingegen fertigt eine etwas andere Art von Armbanduhren. Die Firma ist eben keine durchschnittliche Luxusuhrenmarke. Sie kocht ihr eigenes Süppchen. So kleidet sich die Marke in einem subtilen Image von Understatement. 

Gleichzeitig spielt die Handwerkskunst bei AP eine andere Rolle, da diese sich wirklich auf die künstlerische Perspektive konzentriert und das Uhrwerk als Gesamtkonzept so schön wie möglich präsentiert wird. Bei AP kann man die verrücktesten Komplikationen in einer künstlerischen Form genießen wie bei keiner zweiten Uhrenmarke.  

Wir selbst schätzen beide Uhrenmarken sehr. Die beiden Firmen bedienen jeweils ein etwas anderes Klientel, was völlig legitim ist. Uns persönlich gefallen insbesondere die großartigen Komplikationen von AP und wie diese in Szene gesetzt werden. So etwas findet man bei Rolex nun mal nicht. Doch eine Rolex ist in unseren Augen die bessere Uhr für den täglichen Gebrauch. So fährt man wohl am besten mit einer Rolex im Alltag und eine AP für spezielle Anlässe. 

Quelle Titelbild: Rolex


Über den Autor

Autor bei Gentleman-watches

Alexander Weinberger

Für mich ist das Faszinierendste an Uhren das Zusammenspiel aus präzisem Handwerk und künstlerischer Entfaltung. Hunderte kleine Teile müssen bei einem Uhrwerk exakt so zusammengesetzt werden, dass sie ein großes Ganzes ergeben.


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